Maria Godulla (geb. Metten) 55268 Nieder-Olm eMail: info@jean-metten.de |
Donnerstag, 22. Februar 2007
Montag, 22. Juli 1996
Schmiede Wettig, Alte Landstraße in Nieder-Olm
Ein Ausstellungsort allein ist zu klein, um das Werk Jean Mettens in Nieder-Olm gebührend zu präsentieren.
So ist der Schmiede Wettig vorbehalten, die großen repräsentativen Blumen- und Landschaftsbilder zu zeigen. Sie geben den schnellsten und schönsten Überblick über Mettens Schaffen. Die Portraits bilden den Schwerpunkt in der Metten-Scheune, das große Alterswerk, der Kreuzweg-Zyklus, wird - erstmals - vollständig in der St.Georgskirche Nieder-Olm gezeigt. Mettens Arbeit als Radierer, Zeichner und Dokumentar seiner rheinhessischen Heimat ist im Foyer des Nieder-Olmer Rathauses zu sehen.
Zum Verständnis seines Werkes ist die Biographie des Malers erhältlich. Für die Dauer der Ausstellung beträgt der Preis DM 38,-- ; der spätere Ladenpreis wird DM 49,-- sein.
Ausstellung vom 22.Juni bis 14 Juli 1996
![]() |
Diese Ausstellung fand außerhalb des Cyberspace auch tatsächlich statt. Sie war auf vier verschiedene Räume verteilt, und gab einen umfassenden Einblick in die Arbeit des bis heute weitgehend unbekannten Malers und Radierers. Aus Anlass des 25. Todestages von Jean Metten war die Ausstellung in unbegrenzter Auflösung zu sehen in:
55268 Nieder-Olm bei Mainz (Deutschland), vom 22. Juni bis einschließlich 14. Juli 1996.
[→] In der alten Schmiede Wettig, Alte Landstraße ...
[→] Im Rathausfoyer der Gemeinde Nieder-Olm ...
[→] In der katholischen Kirche (St. Georg) ...
[→] In der Metten-Scheune, Pariser-Strasse 41 ...
Begleittext zum Würzwisch-Zyklus während der Ausstellung 1996
Die Bilder dieser Ausstellung zeigen Pflanzen, denen schützende und heilende Kräfte zugesprochen werden. Von alters her wollten die Menschen diese Kräfte in übermenschlicher Obhut wissen; das heißt: in vorchristlicher Zeit waren sie den Göttern anvertraut, in christlicher Zeit den Heiligen und der Mutter Gottes. Sie wußten, daß die Menschen Unheil mit diesen Kräften stiften könnten (Hexen und Zauberer). In unserer Gegend heißt dieser Kräuterstrauß WÜRZWISCH - in Nieder-Olm, der Heimat des Malers: WERZWISCH. Andere Namen im west- und süddeutschen Sprachgebrauch sind: WEIBÜSCHEL, WÜRZBÜSCHEL, KRUTHENNE, WIEHHENNE, HIMMELFAHRTSSTRAUẞ und MARIENKRÄUTERSTRAUẞ. Eine wichtige Rolle bei der Zusammenstellung des Straußes spielen heilige Zahlen (3 und 7 mit allen Vielfachen bis 99), in Nieder-Olm sind es 33 Pflanzen. (siehe besondere Liste)
Die Zusammensetzung des Straußes richtet sich nach dem Standort u. der Bodenbeschaffenheit: Waldgegend, Wiesenland, Sumpf- u. Heidegebiet, Ackerraine, auch Gartenpflanzen werden genommen. (zum Beispiel in Gonsenheim Zwiebeln und Lauch) Die Leute, besonders in ländlichen Gegenden, bringen heute noch die selbstgepflückten Sträuße am 15. August - Mariä Himmelfahrt - zur Weihe in die Kirche. Sie wollen Glück und Segen sichtbar nach Hause tragen: als Schutz vor Gewittern u. Segen für das ganze Haus - auf dem Speicher aufgehängt, dem Viefutter beigemischt - vorbeugend gegen Krankheiten u. als Hilfe beim Kalben, den Menschen als Mittel gegen jede Art von Gebrechen, den Toten zur ewigen Ruhe. Geweihte Getreidekörner werden unter das Saatgut gemischt. Alles Lebendige, was mit dem Kräuterbüschel berührt wird, bekommt besondere Kraft. Man bereitet aus den geweihten Pflanzen heilbringende Tees u. Salben (Hildegard von Bingen empfiehlt in ihrem Kräuterbuch das Pflücken der Pflanzen bei zunehmendem Mond). Die Mediziner haben wissenschaftlich viele Eigenschaften der Kräuter bestätigt: Lindern, Kühlen, Schweißtreiben, Berauschen, Heilen. Das Volk sieht mancherorts auch heute noch, nicht nur heilkräftige Wirkungen, sondern glaubt, es wohne diesen Pflanzen ein starker Zauber inne - das Aufhängen des Straußes im Haus oder das Beisichtragen bestimmter Pflanzen genügt ihnen schon.
Die Zusammensetzung des Straußes richtet sich nach dem Standort u. der Bodenbeschaffenheit: Waldgegend, Wiesenland, Sumpf- u. Heidegebiet, Ackerraine, auch Gartenpflanzen werden genommen. (zum Beispiel in Gonsenheim Zwiebeln und Lauch) Die Leute, besonders in ländlichen Gegenden, bringen heute noch die selbstgepflückten Sträuße am 15. August - Mariä Himmelfahrt - zur Weihe in die Kirche. Sie wollen Glück und Segen sichtbar nach Hause tragen: als Schutz vor Gewittern u. Segen für das ganze Haus - auf dem Speicher aufgehängt, dem Viefutter beigemischt - vorbeugend gegen Krankheiten u. als Hilfe beim Kalben, den Menschen als Mittel gegen jede Art von Gebrechen, den Toten zur ewigen Ruhe. Geweihte Getreidekörner werden unter das Saatgut gemischt. Alles Lebendige, was mit dem Kräuterbüschel berührt wird, bekommt besondere Kraft. Man bereitet aus den geweihten Pflanzen heilbringende Tees u. Salben (Hildegard von Bingen empfiehlt in ihrem Kräuterbuch das Pflücken der Pflanzen bei zunehmendem Mond). Die Mediziner haben wissenschaftlich viele Eigenschaften der Kräuter bestätigt: Lindern, Kühlen, Schweißtreiben, Berauschen, Heilen. Das Volk sieht mancherorts auch heute noch, nicht nur heilkräftige Wirkungen, sondern glaubt, es wohne diesen Pflanzen ein starker Zauber inne - das Aufhängen des Straußes im Haus oder das Beisichtragen bestimmter Pflanzen genügt ihnen schon.
Labels:
Ausstellung 1996,
Ausstellungen,
Würzwisch,
Würzwisch-Zyklus
Abonnieren
Posts (Atom)