Montag, 22. Juli 1996

6. Station: Veronika reicht Jesus ihr Schweisstuch

6. Station


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Als nun Jesus vor der Werkstatt des Schusters vorbei zum Tode geführt wird, ereignet sich gerade dort die bekannte Szene, daß der Leidende unter der Last des Kreuzes erliegt, und Simon von Cyrene dasselbe weiter zu tragen gezwungen wird. Hier tritt Ahasverus hervor, nach hartverständiger Menschen Art, die, wenn sie jemand durch eigne Schuld unglücklich sehn, kein Mitleid fühlen, ja vielmehr, durch unzeitige Gerechtigkeit gedrungen, das Übel durch Vorwürfe vermehren; er tritt heraus und wiederholt alle früheren Warnungen, die er in heftige Beschuldigungen verwandelt, wozu ihn seine Neigung für den Leidenden zu berechtigen scheint. Dieser antwortet nicht, aber im Augenblicke bedeckt die liebende Veronika des Heilands Gesicht mit dem Tuche, und da sie es wegnimmt, und in die Höhe hält, erblickt Ahasverus darauf das Antlitz des Herrn, aber keineswegs des in Gegenwart Leidenden, sondern eines herrlich Verklärten und himmlisches Leben Ausstrahlenden. Geblendet von dieser Erscheinung wendet er die Augen weg, und vernimmt die Worte: »Du wandelst auf Erden, bis du mich in dieser Gestalt wieder erblickst.«" (v. Goethe)

@ Anonym hat gesagt…

Das Zitat stammt aus: Dichtung und Wahrheit. Dritter und vierter Teil - Kapitel 6 (Projekt Gutenberg)

Zu dem Namen "Ahasverus" fand ich diesen Eintrag bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Ahasveros
       → s.a.: https://de.wikipedia.org/wiki/Ewiger_Jude